Arbeit auf Abruf – Wissenswertes im Überblick

20 Februar 2020

Die Arbeit auf Abruf dient der Flexibilisierung der Arbeitszeit im Interesse des Arbeitgebers. So können Personaleinsätze optimal auf die Produktionskapazität oder Auftragslage angepasst werden. Das Betriebsrisiko darf nicht auf den Arbeitnehmer überwälzt werden. Aus diesem Grund müssen einige Regeln beachtet werden.

Die Arbeit auf Abruf ist gesetzlich nicht explizit geregelt. Entsprechend vielseitig sind die Gestaltungsmöglichkeiten in der Praxis. Der Zeitpunkt und die Dauer der Arbeitseinsätze werden eine gewisse Zeit vor Beginn jedes Einsatzes bestimmt. Es gibt verschiedene Formen von Arbeit auf Abruf, die echte Arbeit auf Abruf und die unechte Arbeit auf Abruf.

Bei der echten Arbeit auf Abruf hat der Arbeitnehmer die Pflicht, die Arbeit auf Abruf des Arbeitgebers anzunehmen. Dabei hat der Arbeitgeber die Pflicht, die ausserhalb des Betriebes geleistete Bereitschaft, zu entschädigen. Da der Arbeitnehmer während der Rufbereitschaft anderen privaten Tätigkeiten nachgehen kann, wird die Bereitschaft üblicherweise mit einem tieferen Lohn entschädigt als ein effektiver Arbeitseinsatz. Muss sich der Arbeitnehmer innerhalb des Betriebes bereithalten, ist der volle Lohn dieser Bereitschaftszeit geschuldet. Je länger die Abruffrist ist, desto kleiner darf die Abrufentschädigung sein. Diese Arbeitsform ist nicht zu verwechseln mit dem Pikettdienst.

Bei der unechten Arbeit auf Abruf fehlt die Einsatzpflicht des Arbeitnehmers. Dieser muss sich zwischen den vereinbarten Einsätzen nicht zur Verfügung halten und kann während dieser Zeit anderen Arbeitsaktivitäten nachgehen. Als entschädigungspflichtige Arbeitszeit gilt jeweils nur die effektive Arbeitsleistung.

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