Bitcoin, Ether & Co – Geldwäschereibekämpfung im Blockchain-Bereich

07 November 2019

Kryptowährungen, wie beispielsweise Bitcoin oder Ether, sind längst mehr als eine technische Spielerei und werden weltweit zu privaten oder kommerziellen Zwecken eingesetzt. Auf der Blockchain basierende Bezahlsysteme bieten international tätigen Unternehmen die Möglichkeit schnell und sicher globale Geldtransaktionen abzuwickeln. Allerdings weisen Kryptowährungen und die damit einhergehenden neuen Technologien auch eine erhöhte Gefahr der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung auf. Insbesondere die Anonymität im Blockchain-Bereich bringt ein erhöhtes Risiko mit sich.

Infolgedessen hat auch die Financial Action Task Force (FATF) Standardsetzungsarbeiten zu Virtual Assets vorgenommen und diese im Sommer 2019 abgeschlossen. Die publizierten Regeln verlangen im Wesentlichen, dass beispielsweise für Wallet-Anbieter, Wechsler und Handelsplattformen die bestehenden Normen zur Geldwäschereibekämpfung auf solche Dienstleister Anwendung finden.

Art. 10 GwV-FINMA statuiert die Pflicht, bei einem Zahlungsauftrag die Angaben zum Auftraggeber und zum Begünstigten zu übermitteln. So hat der empfangende Finanzintermediär die Möglichkeit den Namen des Absenders gegen Sanktionslisten oder die Korrektheit der Angaben zum Begünstigten zu prüfen. FINMA-Beaufsichtigte dürfen keine Token von Kunden anderer Institute empfangen oder zu Kunden von anderen Instituten senden. Diese etablierte Praxis der FINMA gilt anders als der FATF-Standard ausnahmslos und ist somit eine der strengsten weltweit.

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