Erwerb von älteren Liegenschaften – Kompromiss oder Trugschluss?

26 Juli 2017

Die Preise der Immobilien sind anhaltend hoch. Herr und Frau Schweizer träumen aber immer noch von einem eigenen Einfa-milienhaus. Die Umsetzung dieses Traums zeigt sich schwierig. Es gibt kaum attraktive Objekte auf dem Markt und wenn, dann sind sie finanziell nicht realisierbar.

Was Herr und Frau Schweizer bleibt, ist bei der Eigenheimsuche Kompromisse einzuge-hen. Das heisst die aktive Suche wird auf dezentral gelegene, ältere und kleinere Liegenschaften ausgeweitet. Gerade beim zweiten Punkt ist aber in mehrfacher Hin-sicht Vorsicht geboten.

Bei älteren Liegenschaften beginnt nach dem Kauf die Baustelle. Dies kann vor allem bei auf den ersten Blick nicht offensichtlich anstehenden Investitionen sehr teuer wer-den. Der rechtzeitige Beizug von erfahrenen Fachleuten macht deshalb absolut Sinn. Diese können unerwartete Investitionen abschätzen und beziffern.

Weiter kommt bei älteren Objekten er-schwerend dazu, dass sie aufgrund des günstigeren Verkaufspreises eine höhere Anzahl interessierte Käufer erreichen. Bie-ten sich diese gegenseitig im Kaufpreis hoch, liegt der bezahlte Preis oftmals über dem eigentlichen Verkehrswert. Zu guter Letzt ergeben sich bei älteren Objekten auch in der Bankfinanzierung zusätzliche Hürden. Die Umbau- und  Renovationskos-ten werden in der Regel von der Bank nur zu einem Anteil als wertvermehrend akzep-tiert. Folglich muss der Hauseigentümer in der Lage sein, für die Differenz zusätzliche Eigenmittel aufbringen zu können.