MWST-Sätze ab 1. Januar 2018

26 Juli 2017

Ende 2017 läuft die im 2011 eingeführte Erhöhung der MWST-Sätze zwecks IV-Finanzierung aus! Ob die MWST-Sätze sinken werden, ist jedoch offen, da die heute geltenden MWST-Sätze beibehalten werden sollen, um die Finanzierungslücke bei der AHV zu decken. Dazu ist aber eine Volksabstimmung notwendig.

Seit 2011 gelten bei der Mehrwertsteuer die Sätze von 8% (Normalsatz), 3.8% (Sondersatz Beherbergung) und 2.5% (reduzierter Satz). Dabei dient ein Teil der MWST-
Einnahmen (Normalsatz 0.4%-Punkte; Sondersatz Beherbergung 0.2%-Punkte und reduzierter Satz 0.1%-Punkte) der IV-Zusatz-finanzierung, welche bis Ende 2017 befristet ist. Aufgrund des Wegfalls der Zusatzfinanzierung würden die MWST-Sätze per 1. Januar 2018 wieder entsprechend gesenkt werden.

Volk und Stände haben aber in der Volksabstimmung vom 9. Februar 2014 zugestimmt, dass alle drei MWST-Sätze per 1. Januar 2018 zugunsten der Finanzierung des Ausbaus der Bahninfrastruktur (FABI) um 0.1 % erhöht werden. Ausserdem ist im Rahmen der „Reform der Altersvorsorge 2020“ vorgesehen, die MWST-Sätze anzuheben, um Finanzierungslücken in der AHV zu decken.

Die Erhöhung soll derart erfolgen, dass die heute geltenden MWST-Sätze am 1. Januar 2018 unverändert bleiben.

Ob dies der Fall sein wird, hängt vom Ausgang einer Volksabstimmung ab, welche voraussichtlich am 24. September 2017 stattfinden wird. Ändern die MWST-Sätze per 1. Januar 2018 bleibt wenig Zeit zur Anpassung von ERP- und Abrechnungs-systeme. Daher ist es sinnvoll, sich rechtzeitig auf mögliche Anpassungen vorzubereiten.