Tipps zum Ausfüllen der Steuerklärung

01 Februar 2018

Kaum hat das Jahr begonnen, lässt die Steuererklärung nicht lange auf sich warten. Die Steuerverwaltung stellt die Formulare jeweils Anfangs Jahr zu und erwartet diese bis Mitte (Kanton Bern 15. März) resp. Ende März (Kantone Solothurn und Zürich 31. März) zurück.

Wer bei der Steuererklärung planmässig vorgeht und alle Unterlagen verfügbar hat, kann Aufwand und Ärger begrenzen. Beschaffen Sie sich somit rechtzeitig alle notwendigen Unterlagen, welche Sie zum Ausfüllen der Steuererklärung benötigen. Einige dieser Dokumente müssen je nach Kanton ebenfalls eingereicht werden.

  • Lohnausweise, Rentenbescheinigungen, Bescheinigungen über direkt erhaltene Taggelder oder Erwerbsausfallentschädigunge
  • Belege von Kinderdrittbetreuungskosten sowie der Kosten bei auswärtiger Ausbildung oder für zusätzliche Ausbildungs- und Unterhaltskosten der Kinder
  • Bescheinigungen (Zins/Spesen/Kapital) von Bank-, Post- und anderen Guthaben
  • Wertschriftenverzeichnisse (Vermögensverzeichnisse sind keine Steuerausweise!)
  •  Schuldenverzeichnisse und Schuldzinsbescheinigungen
  • Liegenschaftsbesitz: Liegenschaftsabrechnung resp. Aufstellung über Mietzinseinnahmen (exkl. Nebenkosten) und über Liegenschaftsaufwendungen (Liegenschaftsunterhalt, Abgaben, Versicherungen, Hypothekarzinsen etc.)
  • Beiträge an Versicherungen (Krankenkasse, Invaliditäts-, Unfall- und Lebensversicherung)
  • Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen (2. und 3. Säule)
  • Auslagen für Weiterbildung, Umschulung oder berufliche Zusatzausbildung
  • Freiwillige Zuwendungen an gemeinnützige Organisationen
  • Selbst getragene Heil- und Pflegekosten (dazu gehören auch Zahnarzt- und Brillen-rechnungen)
  • Unterstützungsleistungen
  • Kopie der letzten Steuererklärung
  • Letzte definitive Veranlagung

Nun füllen Sie die Steuererklärung aus. Praktischerweise konsultieren Sie Ihre letzte Steuererklärung sowie die letzte Steuerveranlagung. Anhand dessen ist ersichtlich, wie Sie es letztes Mal gemacht haben und ob die Steuerverwaltung es so akzeptiert hat. Sollten Sie etwas nicht verstehen, lesen Sie zuerst die Wegleitung. Bringt Sie diese nicht weiter, wenden Sie sich an die zuständige Steuerverwaltung, diese ist verpflichtet, Ihnen Auskunft zu erteilen. Geben Sie alle Einkünfte und Vermögenswerte im In- und Ausland an, denn Steuerhinterziehung lohnt sich nicht.

Die ausgefüllte Steuererklärung ist innert der angegebenen Frist unterschrieben und mit allen verlangten Beilagen einzureichen. Welche Unterlagen mit der Steuererklärung eingereicht werden müssen, unterscheidet sich ebenfalls von Kanton zu Kanton. Informieren Sie sich hierfür in der Wegleitung. Können Sie den verlangten Abgabetermin nicht einhalten, stellen Sie rechtzeitig ein Gesuch um Fristverlängerung. Dieses muss vor Fristablauf beantragt werden. Wer gemahnt wird und innert der gesetzten Frist die Steuererklärung immer noch nicht oder wiederholt unvollständig einreicht, wird nach Ermessen veranlagt und bezahlt zudem eine Ordnungsbusse.

Wenn Sie Monate später die Veranlagungsverfügung erhalten, sollten Sie diese unbedingt prüfen. Vergleichen Sie das steuerbare Einkommen und Vermögen in Ihrer Steuererklärung mit den Ergebnissen der Veranlagungsverfügung und den definitiven Steuerrechnungen. Ebenso sollten Sie kontrollieren, ob die Steuerverwaltung den richtigen Steuertarif – verheiratet oder alleinstehend – angewandt hat, ob Sie der richtigen Konfession zugeteilt sind und ob der Betrag der Verrechnungssteuer korrekt ist. Sind Sie mit der Veranlagungsverfügung nicht einverstanden, besteht die Möglichkeit innert 30 Tagen schriftlich Einsprache zu erheben.

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