Jugendarbeitsschutz

29 Januar 2018

Kinder und Jugendliche dürfen grundsätzlich erst nach vollendetem 15. Altersjahr beschäftigt werden. Ausnahmen gelten für kulturelle, künstlerische oder sportliche Darbietungen und Werbung oder für Jugendliche über 13 Jahren für leichte Arbeiten wie zum Beispiel Ferien- oder Wochenjobs, Schnupperlehren, sofern diese keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit, Sicherheit und Entwicklung haben. Das Arbeitsgesetz und seine Verordnungen enthalten besondere Vorschriften zum Schutz von jugendlichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

Arbeits- und Ruhezeiten

Jugendliche ab 15 Jahren dürfen höchstens 9 Stunden am Tag arbeiten, jedoch nicht länger als die anderen Arbeitnehmer im Betrieb. Jugendliche unter 16 Jahren dürfen zudem maximal bis 20 Uhr arbeiten, Jugendliche ab 16 Jahren maximal bis 22 Uhr. Für Jugendliche gelten die gleichen Pausen wie für Erwachsene. Überzeitarbeit ist für Jugendliche unter 16 Jahren und während der beruflichen Grundbildung verboten. Die tägliche Ruhezeit beträgt für Jugendliche mindestens 12 Stunden.

Nacht- und Sonntagsarbeit

Nacht- und Sonntagsarbeit sind für Jugendliche verboten. Bestimmte Berufe sind jedoch zur Erreichung der Ausbildungsziele der Lernenden offensichtlich auf Nacht- oder Sonntag angewiesen (z.B. Bäckerlernende oder bestimmte Berufe in der Gastronomie und im Gesundheitswesen). Für solche Berufe ist die Beschäftigung in der Nacht oder am Sonntag ohne Bewilligung zulässig.

Gefährliche Arbeiten

Gefährliche Arbeiten sind für Jugendliche grundsätzlich verboten. Gefährliche Arbeiten sind Arbeiten, die ihrer Natur nach oder aufgrund der Umstände, unter denen sie verrichtet werden, die Gesundheit, die Sicherheit und die persönliche Entwicklung der Jugendlichen beeinträchtigen können. Eine Verordnung legt fest, welche Arbeiten im Einzelnen als gefährlich gelten.

Der Arbeitgeber hat auf die Gesundheit der Jugendlichen Rücksicht zu nehmen und darauf zu achten, dass die Jugendlichen nicht überanstrengt werden. Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass die Jugendlichen in seinem Betrieb in Bezug auf Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz von einer erwachsenen Person ausreichend und angemessen informiert und angeleitet werden.

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