Elektronische Veranlagungsverfügung (eVV) Obligatorium ab 1. März 2018

29 Januar 2018

Der 1. März 2018 naht…es eilt. Schreibt die Eidgenössische Zollverwaltung EZV in ihrer Mitteilung vom 11. Januar 2018. Um was geht es?

Im Rahmen der Umsetzung der e-Government-Strategie des Bundes führt die Eidgenössische Zollverwaltung EZV nach einer mehrjährigen Umstellungsphase am 1. März 2018 das Obligatorium für die elektronische Veranlagungsverfügung (eVV) im Verzollungssystem e-dec ein. Anstatt die Veranlagungsverfügung und Borderaux wie bis anhin auf Papier zu drucken und per Post zu versenden, stellt die Zollverwaltung diese künftig elektronisch in Form eines PDF’s und einer digital signierten Datei (XML) bereit. Der Importeur muss die Dokumente neu selber abholen und das Ganze wird von einer Bringschuld der EZV zu einer Holschuld für die Unternehmen.

Viele Unternehmen haben die Übergangsphase genutzt, um die zwingende Umstellung und deren Herausforderungen in den firmeninternen Prozesse zu regeln. Immer noch viele der kleineren Unternehmen und diejenigen mit geringem Importvolumen haben sich bis jetzt jedoch noch nicht oder nur wenig mit dem Thema befasst.

Für den Bezug der Daten gibt es folgende 3 Möglichkeiten:

  • Abholen der elektronischen Veranlagungsverfügung (eVV) mit Zugangscode
    Wer kein eigenes ZAZ-Konto hat, bezieht die eVV direkt via Zugangscode ab EZV-Homepage. Ein 16-stelliger Zugangscode muss pro eVV manuell eingegeben werden. Dieses Vorgehen ist geeignet für Kleinstvolumen und primär für Privatkunden gedacht.
     
  • Manuelle Abholung via EZV-Internetzugang
    Der Kontoinhaber kann die verfügbaren eVV abfragen, ausdrucken und bei sich lokal archivieren. Dieses Vorgehen ist ebenfalls für kleine Volumen sinnvoll.
     
  • Software von Drittanbietern
    Diese Lösungen sind vollautomatisiert in Ihre Prozesse eingebunden. Sie bieten Effizienz und Sicherheit für Ihr Unternehmen und sind häufig weniger fehleranfällig als manuelle Prozesse. Auf Grund der Kosten richtet sich diese Möglichkeit nur an Unternehmen mit grössere Volumen.
     

Nebst der eigentlichen Umstellung von Papier zu elektronisch, ergeben sich weitere wichtige Themen welchen man u.a. unbedingt Beachtung schenken muss:

  • Rechtskonforme Archivierung
    Die elektronischen Daten müssen rechtskonform archiviert werden. Für mehrwertsteuerliche Zwecke reichen die Veranlagungsverfügungen in ausgedruckter Form nicht aus!
     
  • Prüfspur
    Die Prüfspur muss vorhanden sein. Unter einer Prüfspur versteht man die Verfolgung der Geschäftsvorfälle sowohl vom Einzelbeleg über die Buchhaltung bis zur MWST-Abrechnung als auch in umgekehrter Richtung.
     

Erhalten Sie die Veranlagungsverfügung und Borderaux heute noch per Post? Dann nehmen Sie sich dem Thema aktiv an. Wir beraten Sie gerne.

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