Zinsersparnis durch bessere Liquiditätsplanung

08 November 2017

Viele KMU-Betriebe haben zur Sicherstellung der operativen Liquidität mit ihrer Hausbank Kontokorrente mit einer Kreditlimite abgeschlossen. Es ermöglicht den Betrieben bis zu einer definierten Grenze das Bankkonto bei Bedarf zu überziehen. Meist treten solche Situationen im Zusammenhang mit der kurzfristigen Finanzierung von Umlaufvermögen (Bsp. hohe Debitoren oder Warenlager) oder bei hohen, aperiodischen Zahlungsabflüssen (Mwst, Versicherungen, BVG, etc.) auf.

Da die Bank dafür jederzeit und kurzfristig diese Mittel zur Verfügung halten muss, ist deren Refinanzierung relativ teuer. Das führt zu einer sehr hohen Verzinsung dieser Kontokorrente bei einem Überzug. Die Zinssätze können rasch einmal 5-7% betragen.

Die meisten Banken bieten innerhalb der erwähnten Kreditlimite auch sogenannte Festvorschüsse an. Dabei wird für eine fix definierte Laufzeit (1, 2, 3 oder mehr Monate) ein fixer Betrag von der Bank zur Verfügung gestellt. Durch die Planbarkeit dieser Ausleihungen sinken die Refinanzierungskosten der Bank und damit auch die Zinssätze. Üblich sind dabei Zinssätze von 1-2%, je nach Höhe, Laufzeit und Kreditrating.

Mit einer vorausschauenden Liquiditätsplanung und einer Abstimmung von Liquiditätsengpässen und Festvorschüssen kann der Zinsaufwand um die beschriebene Zinsdifferenz erheblich verringert werden.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Erarbeitung einer solchen Liquiditäts- und Finanzierungsplanung.

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