Anforderungen an die Wohnungen der Zukunft

29 August 2017

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) wird im Jahr 2035 (mittleres Szenario) mehr als ein Viertel der Schweizer Bevölkerung über 65 Jahre alt sein, in ländlichen Gebieten sogar etwas mehr. Die Prognose in dieser Statistik für die Kantone Bern und Solothurn liegen bei knapp 30%, für Zürich, Waadt und Genf deutlich unter 25%. 

Mit dem Eintritt ins Pensionsalter geht oft ein erheblicher Rückgang der Einnahmen einher. Dieser Rückgang kann bis zu 40% betragen und hat einen entsprechenden Einfluss auf die Wohnkosten. Ebenso sind vielfach die Platzbedürfnisse einer Wohnung, z.B. nach dem Auszug der Kinder, nicht mehr so gross.

Unter dem Titel Demografie und Woh-nungswirtschaft hat die Hochschule Luzern kürzlich nach einer Befragung von verschiedenen Gruppen (Eigentümer, öffentliche Hand, Pensionskasse uam.) eine Studie veröffentlich. Es ist in Zukunft zu erwarten, dass es eine Verlagerung von Wohnungen von der mittleren Preiskategorie in Richtung tiefere Preiskategorie geben wird, zumal schon heute die Hälfte der Wohnungen von 1 bis 2 Personenhaushalten bewohnt werden. Weiter wird es wichtig sein, dass die Wohnungen „altersgerecht“ sind, also z.B. über einen Lift erreichbar sind, keine Türschwellen haben oder über einen Badwanneneinstieg verfügen.

Als Schlussfolgerung ist bei einer Sanierung eines Objektes darauf zu achten, dass die zukünftigen Rahmenbedingungen berück-sichtigt werden und bei einem Neubau von Anfang an hindernisfrei gebaut wird sowie die Wohnungsgrössen anzupassen sind.