Die jährliche Inventur des Warenlagers

29 August 2017

Die physische Aufnahme des Warenlagers ist für viele Geschäftsinhaber und Lagermitarbeiter ein Gräuel. Oft bedeutet dies Mehrarbeit und das dann meist auch noch zwischen Weihnachten und Neujahr. Die Aufnahme des Warenlagers ist jedoch eine Pflicht und vom Gesetz vorgeschrieben (OR Art. 958c Abs. 2).

Wichtig ist, dass man die verschiedenen Arten der Bestandsaufnahmen kennt, die für die Unternehmung richtige Lösung auswählt und die Inventur gut vorbereitet. Wir empfehlen hier eine frühzeitige und schriftliche Inventuranweisung.

Die Vorräte können je nach Ausbaugrad der Buchführung wie folgt behandelt werden:

  • Die einfachste Lösung ist der Verzicht auf eine buchhalterische Erfassung der Lagerbewegungen; Die Inventur erfolgt zum Stichtag, i.d.R. zum 31.12.
  • Die nächste Stufe ist die Einführung ei-ner mengenmässigen Lagerbuchhaltung mit nur periodischer Erfassung der La-ger in der Finanzbuchhaltung. Vorteil: Können sämtliche Bewegungen lücken-los nachvollzogen werden, kann die In-ventur auch unterjährig erfolgen
  • Die letzte Stufe ist die Einführung einer mengen- und wertmässigen Lagerbuch-haltung, wo jederzeit der buchmässige Lagerbestand und -wert ermittelt wer-den kann

Welche Vorgehensweise gewählt wird, hängt von Art, Grösse und Organisation des Unternehmens ab.
Die Inventur als solches ist eine unentbehrliche Grundlage der Jahresrechnung und kann das Geschäftsergebnis unter Umstän-den stark beeinflussen. Es ist deshalb wich-tig, dass man die tatsächlichen Warenbestände und Warenwerte kennt und abbilden kann.

Gerne beraten wir Sie bei der Beurteilung und/oder Planung Ihrer Inventur oder dem Aufbau einer Lagerbuchhaltung.

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